764 421 am 18.03.2018 mit dem Fotozug am Wasserfall bei Cozia



Bei Cozia ist ein weiterer wildromantischer Talabschnitt erreicht. Und hier gibt es einen besonderen Höhepunkt: Ein gefrorener Waserfall ergießt sich in Gleisnähe von einer schroffen Felswand zu Tal, auf der anderen Seite wird der Bahndamm vom Flußbett begrenzt. Wegen der Schönheit der Natur finden mehrere Vorbeifahrten statt, die erste betrachte ich im üblichen "Schräg von vorne"-Modus, bis kurz darauf der Zug noch neben mir zum Halten kommt.


Einsatz für das perfekte Bild: Ein paar vom letzten Sommer übriggebliebene Zweige stören, so daß man in einem anspruchsvollen Balanceakt versucht, diese zu entfernen, denn die jungfräuliche Schneedecke darf keinesfalls irgendwelche Gebrauchsspuren davontragen! Eine kleine Landzunge ragt hier in den Fluß und bietet die Gelegenheit, die nächste Vorbeifahrt auf die Speicherkarte zu bannen. Glücksfall Dampflok: Wie fade würden die Bilder ohne eine Dampfwolke anzuschauen sein!


Vor der dritten Vorbeifahrt noch ein eigentlich unauffälliger Nachschuß, der seinen Reiz aber durch das Warnschild entfaltet, welches in 200 Metern Entfernung einen Gleissperre gegen das Abrollen verselbständigter Wagen ankündigt. Aber nun zum Felsen hin: Dichtgedrängt, aber voll diszipliniert steht die Fotografenmeute auf dem schmalen Streifen zwischen Stein und Gleis, so daß wohl jeder auch diese reizvolle Perspektive genießen kann.
Die letzten drei Bilder künden dagegen vom Thema Dampflok vor Felswand, der Wasserfall wurde ja inzwischen genug verewigt. Auch hier gilt: Die Fotos werden erst durch die aus dem Kobelschornstein der Lok dringende Dampfwolke reizvoll. Und auch der Schnee tut sein übriges, den dunklen Talschlund aufzuhellen.