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In der Dämmerung des 22.02.1988 hat die Oscherslebener 50 3520 mit P 18491 aus Gunsleben ihren Heimatbahnhof erreicht und
hält im ehemaligen Haupt-Bahnhofsteil. Diese Strecke, hinter Gunsleben durch die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten getrennt, führte
ehemals von Magdeburg über Börßum, Seesen, Kreiensen und Ottbergen nach Altenbeken. Schnell setzt die Lok über das schnurgerade verlaufende
alte Hauptgleis zur Umfahrung des Zuges an. Im Hintergrund ist das Zwischensignal der Gegenrichtung zu erspähen. Ausfahren im geraden Strang
tut eigentlich niemand mehr, die Züge aus Gunsleben enden alle hier. Und die jetzige Hauptstrecke aus Halberstadt biegt hinter dem Fdl-Stellwerk
im "krummen Strang" von rechts ein... |
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Wenig später steht dann der letzte Zug des Tages nach Gunsleben, Gmp 68728, auf Gleis 1N zur Abfahrt bereit. Um 18:18 Uhr soll
er abfahren und nach einer Fahrzeit von 41 Minuten (für 14,3 km) den Endbahnhof an der Grenze erreichen. Traurige, ehemalige Haupstrecke!
In der Mitte zwischen den beiden spitz aufeinander zulaufenden Strecken befindet sich das Empfangsgebäude mit dem Bahnhofsvorplatz. Das Ensemble
macht einen recht gut erhaltenen Eindruck. Auch einige Fahrgäste haben sich eingefunden, offenbar mit Berechtigung, in das Grenzgebiet einzufahren.
Oder sind es nur Eisenbahner, welche da schemenhaft zu erkennen sind? |