Rückfahrt von Poiana Novat mit 763 193



Die Krauss-Lok 793 193 hat mit unserem offenen Personenwagen Poiana Novat verlassen und rollt schwankend und knarzend das Novat-Tal hinunter. Aber an diesem Tag geht alles gut, schon ist die Flussbrücke von Novat Delta in Sicht, der Bahnhof wird heute ohne Halt durchfahren, erst bei der Annäherung an den wenige hundert Meter entfernten Kreuzungsbahnhof Novat lassen sich Rangierbewegungen vorausahnen, dort warten einige Dieselkutschen auf uns.



Und da warten sie, einige zerbeulte Fahrzeuge aus dem Fundus der RGH: Eine rötliche Draisine mit der gerade noch erkennbaren Ordnungsnummer 001, gefolgt von einem blauen Gefährt noch mit dem alten CFF-Symbol auf der Fahrzeugfront, und als wir dann zum Halten gekommen sind, schwankt auf dem Nachbargleis auch noch die Diesellok L18H 001 heran. Zeit für einen Plausch gibt es eigentlich immer. Später nimmt unser Zug das blaue Gefährt noch mit über die Bahnhofsausfahrt und drückt es in das andere Gleis zurück, die Schienen-LKW können ja nicht rückwärts fahren.


Die kleine Lok muss auch auf der Rückfahrt in Priboaia Wasser nehmen, sehr groß sind ihre Wasserkästen leider nicht. Ein interessanter Zug ist es schon, welcher sich da im Sonnenlicht darbietet: Die kleine schwarze Lok, am Ende der kurze schwarze Kohletender, in der Mitte der ziemlich lange offene Personenwagen, irgendwie erinnert mich diese Zugkomposition an einen Schienenzeppelin. Auch auf der Rückfahrt scheitert ein Bild mit Spiegelung aun den zahlreichen Wasserpflanzen, während plötzlich das Wasser überläuft. Kein Problem, das gelangt sowieso wieder in den Teich! Ganz still und aufmerksam beobachtet eine Hündin mit ihrem Welpen das Geschehen aus ihrer Hütte, kein Bellen, wohl aber die Bereitschaft, das junge Hundeleben zu verteidigen. Und von der anderen Seite noch ein Bild des Zuges, dann heißt es einzusteigen zur letzten Etappe nach Viseu de Sus.


Nein, noch nicht ganz bis Viseu de Sus! Ein kurzer Fotohalt auf einer besonnten Waldwiese ist schon noch drin, wäre allerdings bei einem langen Produktionszug angebrachter gewesen.

Verabschiedung in der Bahnhofseinfahrt von Viseu de Sus: Aussteigen, bis kurz darauf die Lok mit ihrem Wagen in den Gleisanlagen des Bahnhofs verschwindet. Gegenüber besticht derweil ein recht großes Anwesen mit seinem gutern Erhaltungszustand.


Wir stromern noch ein wenig über den Bahnhof, wobei der bei dem gestrigen Unfall zerstörte Dienstwagen auf einem Nebengleis zuerst ins Auge fällt. Die Holzstämme hatten sich ja in den Wagenkasten gebohrt, das Dach abgehoben und offenbar auch die Drehgestelle bis zur Rollunfähigkeit beschädigt, so dass der Wagen auf Holztrucks gebettet werden musste, um ihn irgendwann in der Nacht nach Viseu zu befördern. Das Unsetzen erfolgt gerade mit einem Radlader, zu Zerstören gibt's ja nicht mehr viel.

Aber wenden wir uns schöneren Dingen zu: In gutem Zustand präsentiert sich der TW 001, relativ frisch gestrichen wartet er auf neue Einsätze.


Weiter draußen tobt dann das wirkliche Leben, von einem Eisenbahnwagen wird gerade mit viel Handarbeit jede Menge Brennholz in einen Tatra-LKW ohne Kennzeichen umgeladen, während ein Bahndienstwagen nach seiner Neubeladung mit Holz ebenfalls mittels Muskelkraft auf sein Wartegleis geschoben wird. Noch ein Blick von der Achssenke heraus auf einige Trucks und den Triebwagen, dann möchte ich diese Schilderung schließen.